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Stoffwechselstörungen mit Schwerpunkt Hämopyrrolaktamurie ( HPU )2018-11-03T12:00:13+00:00

Stoffwechselstörungen mit Schwerpunkt Hämopyrrolaktamurie HPU / KPU.

Stimmungsschwankungen, chronische Erschöpfung, Heißhunger, Schlafstörungen, seltene oder fehlende Traumerinnerungen, Panikattacken, Angstzustände, schlechtes Kurzzeit- und Namengedächtnis, die Stoffwechselstörung Hämopyrrollaktamurie (abgekürzt HPU) hat viele Gesichter, womöglich wird sie gerade deshalb oft verkannt.

Viel zu wenig Therapeuten wissen von Hämopyrrollaktamurie (HPU), die doch die am weitesten verbreitete Stoffwechselstörung ist. Betroffene Patienten haben oft einen langen Leidensweg hinter sich. Da mit gängigen schulmedizinischen Methoden nichts gefunden wird, werden die Patienten nicht selten in die psychosomatische Ecke „gesteckt“ und zum Psychotherapeuten oder Psychiater geschickt, ohne zu erkennen, dass eine Störung des Stoffwechsels hinter diesen Beschwerden steht.

Allgemeine Beschwerden, die auf eine Hämopyrrollaktamurie (HPU) hinweisen.

  • Allergien und Nahrungsmittelunverträglichkeiten
  • Entzündungen des Magen-Darm-Traktes, Reizdarm
  • Chronische Erschöpfung
  • Stress wird schlecht vertragen
  • Licht- und Geräusch-Überempfindlichkeit
  • Unterzuckerung (Hypoglykämie)
  • Schilddrüsenüber- und Unterfunktion
  • Migräne
  • Angstzustände, Stimmungsschwankungen
  • ADS / ADHS
  • Gelenk- und Bandscheibenerkrankungen
  • Autoimmunerkrankungen wie Hashimoto-Thyreoiditis und primäre biliäre Zirrhose
  • Zyklusbeschwerden, Zyklusanomalien, Unfruchtbarkeit, Prämenstruelles Syndrom

Hämopyrrollaktamurie (HPU) worum handelt es sich genau?

HPU ist die Abkürzung für Hämopyrrollaktamurie, eine häufig auftretende Stoffwechselstörung. Hierbei liegt eine enzymatische Störung bei der Bildung von Häm (Anteil des Hämoglobins) vor. Das Häm hat vielfältige Aufgaben im Körper. Es ist für Versorgung des Blutes, aller Organe und der Muskulatur mit Sauerstoff verantwortlich. Es ist beteiligt an der Energiegewinnung in der Zelle und der körpereigenen Entgiftung.

Bei HPU entsteht zum Teil geringwertiges Häm mit einer leicht veränderten biochemischen Struktur. Da diese Substanz für den Körper unbrauchbar und schädlich ist, bindet er sie an Zink, aktives Vitamin B6 und teilweise Mangan, um sie zu entgiften und als eine Komplex-Einheit (HPL-Komplex) über den Urin auszuscheiden. Damit gehen den Betroffenen diese wichtigen Vitalstoffe über lange Zeit und in größerer Menge verloren.

Wenn man sich vergegenwärtigt, an wie vielen physiologischen Abläufen Zink und Vitamin B6 beteiligt sind, wird einem deutlich, welche Vielzahl an weiteren Schädigungen durch das Defizit dieser wertvollen Vitalstoffe verursacht wird. Von besonderer Bedeutung ist die Störung der körpereigenen Entgiftung, die aus dem oben beschriebenen gestörten Abläufen von HPU resultiert.

Die Fähigkeit unseres Körpers zu entgiften, ist ein wesentliches Element für unsere Gesundheit. HPU bewirkt eine Störung der Entgiftungsleistung und kann schlimmstenfalls zu einer Dysfunktion der Mitochondrien führen. Mitochondrien sind u.a. für unsere Energieproduktion zuständig. Von HPU betroffene Patienten haben oft ein großes Defizit an Energie und sind wenig belastbar.

Wie entsteht Hämopyrrollaktamurie (HPU)?

Hämopyrrollaktamurie (HPU) ist eine Stoffwechselstörung, die meist familiär gehäuft auftritt und genetisch bedingt ist.

Weitere Forschungen zeigen, dass es ebenso erworbene Formen von Hämopyrrollaktamurie (HPU) gibt. So können beispielsweise Halswirbelsäulen-Traumata oder Schwermetallbelastungen als Auslöser für diese besondere Form der Stoffwechselstörung in Betracht kommen.

Wie stellt man eine HPU fest und wie behandelt man diese?

Die Diagnose beginnt in der Regel mit einem 24-Stunden- Urin-Test, über den die Menge der ausgeschiedenen HPL-Komplexe der HPU-Betroffenen bestimmt werden kann. Mit Hilfe weiterer spezifischer Laboruntersuchungen (Blut, Stuhl etc.) wird individuell auf die Symptome und das Krankheitsbild des Betroffenen eingegangen.

Die Therapie der HPU-bedingten Erkrankungen ist komplex und gehört in die Hände eines erfahrenen Therapeuten.

Eine ideale Therapie bezieht folgende Gesichtspunkte mit ein:

  • durchdachter Einsatz von Vitalstoffen (Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente)
  • Wiederherstellung eines balancierten Darmmikrobioms
  • individuelle Maßnahmen zur Unterstützung von Regeneration der mitochondrialen Funktion
  • gezielte Unterstützung der körpereigenen Entgiftungsfunktion
  • typgerechte Ernährungsumstellung

Unser HPU Kompetenz-Zentrum in Frankfurt am Main steht in enger Zusammenarbeit mit anderen HPU Kompetenz-Zentren und Spezialisten, wie beispielsweise den beiden Autorinnen des Standardwerkes „Stoffwechselstörung HPU“  Dr. rer. nat. Tina Maria Ritter und Dr. med. Liutgard Baumeister-Jesch.

Sofern Sie noch Fragen haben oder weitere Informationen benötigen, sprechen Sie uns an. Wir informieren und beraten Sie gerne.

Patienteninformation HPU

Über den folgenden Link können Sie sich die aktuelle Patienteninformation Hämopyrrolaktamurie – HPU als PDF runter laden.

Download Patienteninformation Hämopyrrolaktamurie – HPU